Räbeliechtlihuus 2020

Und wo finde ich Ruhe, wenn nicht in mir drinnen?

Erneut kommt das Aussen in eine unruhige Dynamik. Was will es uns wohl sagen? Ja die ruhigere Zeit steht vor der Tür, aber grad der goldene Oktober ist doch nochmals ein Monat der Ernte! Die süssen Feigen, welche auf der Zunge vergehen. Die Trauben, welche so manch feinen Tropfen hervorbringen. Die saftigen Äpfel, welche  nur schon beim Gedanken daran, das Wasser im Mund zusammenfliessen lassen.

Die Natur scheint uns zuzuzwinkern, sie lässt sich von der Unruhe auf der Welt nicht beeindrucken.

Und wir? Ein Weinfest da, eine Chilbi dort, eine Herbstmesse, Christchindlimarkt. Abgesagt! Alles gestrichen.

In dem ganzen Tumult und doch mit dem Einen oder Anderen Wehmutstropfen verbunden, frag ich mich, warum mich/ uns das hektische Aussen zur Ruhe, zum Stillstand zwingt. Ob vielleicht doch was dran ist an dem Satz " Weniger ist mehr" ?

Am Freitag 13. November führen wir wieder unser Herzensprojekt durch.

Das  Räbeliechtlihuus 2020 findet (da Draussen) definitiv statt!

Jedes Jahr konfrontiert mich dieser Anlass wieder mit der Frage ob weniger wirklich mehr ist. Glühwein, Essen, Ort der Begegung & Geselligkeit. Alles wunderbar. Wo aber ist die Essenz, welche Energie soll diesen besonderen Anlass umgeben? Das warme Licht eines brennenden Räbeliechtlis in einer Gruppe von Menschen ist hübsch. Ein Kerzenlicht in einer Räbe, draussen in der Ruhe der langsam einschlafenden Natur berüht direkt das Herz.

 

Es gab ein Jahr, da kamen viele Menschen ans Haus, damals auch noch in den Garten. Viele wunderbare Menschen, Glühwein, Lachen, laute Gespräche- das Leben. Ich liebe es und trotzdem erfüllte mich eine Trauer. Die Lichter konnten nicht mehr die Herzen berühren, sie wurden zur hübschen Nebensache. Zu viel im Aussen, zu wenig Ruhe. Und doch immer die Frage in dieser reizüberfluteten Gesellschaft, wo immer etwas passieren muss, konsumiert werden will.

Reicht Licht?

 

Die klare Stimme in mir meint, es ist die Essenz, es ist um was es geht. Licht hilft in Phasen der Trauer, vermag aber ebenso Dankbarkeit & grosse Freude hervorrufen.

Wenn ich jeweils den ersten ruhigen Moment für mich habe, wenn alle Lichter angezündet sind und die Dunkelheit den Zauber sichtbar macht, fühle ich vor allem grosse Demut.

Demut dafür, dass ich durch dieses mir so wichtige Projekt, so viele Menschen mit diesen Herzenslichtern berühren darf. Es braucht Mut, sich "nur" durch die Schönheit der Lichter nähren zu lassen. Da sind Begegnungen mit Mitmenschen auf einer tieferen Ebene möglich.

So lade ich Dich ein, am Freitag 13. November ab 17.30 Uhr mit viel Ruhe, alleine oder von Menschen begleitet, welche dir etwas bedeuten, zum Haus zu kommen. Es hat keine Relevanz  woher du kommst oder wo du dich zugehörig fühlst auch ist unwichtig ob du mich kennst.

Der Garten bleibt wie immer verschlossen, empfängt dich aber von der Strasse aus mit seinem ganzen Wesen, in zauberhaftes Licht gehüllt.

Es ist wie Meditation, sei im Moment und wenn es dir schwerfallen sollte dein Herz zu öffnen, schaue in die Augen der Kinder und ERINNERE DICH.

 

Es ist alles da, was du brauchst, die Ruhe findest du in Dir.

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